Traumreise  
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  Die ewige Suche nach Neuem, Abwechslung; Abenteuern....

Es gibt verschiedene Arten von Menschen. Zum Beispiel solche, die Beständigkeit, Sicherheit und Geborgenheit brauchen, um in ihrem Leben glücklich zu werden. Dann die, die große Träume haben, aber den Mut nicht finden bzw. sich ihn ausreden lassen oder sich immer wieder von einem "wichtigen" Grund abhalten lassen und sich dann letztlich dem anpassen, was ihnen vorgelebt wird und ja, sich damit dann auch irgendwann zufrieden geben ("....eigentlich wollte ich auch mal."). Dann gibt es die, die ebenso wie die anderen ackern wie die Blöden, um ihren Lebensstandard zu verbessern, damit aber NICHT zufrieden werden. Ihnen wird's einfach irgendwann langweilig. Sie jagen risikobereit neuen Zielen hinterher, orientieren sich ständig um und sind irgendwie immer auf der Suche ("...das kann doch nicht alles gewesen sein"). Dies sind nur Beispiele, um die Unterschiede darzustellen.


Tja, zu der letzteren Kategorie gehören wohl wir, denn irgendetwas war komisch in unserem Leben. Da hatten wir schon so viele Träume, konnten uns aber für keinen entscheiden. Wir arbeiteten viel, jobbten auch nebenbei, um alles schöner und leichter zu haben. Eigentlich hätten wir zufrieden sein müssen, die Basis dafür war da. Wir hatten ein komplett eingerichtetes Haus (zur Miete) wie es sich gehört mit allem Schnickschnack von Friteuse bis Diskokugel. Unsere Jobs waren gut bezahlt. Jeder hatte ein Auto und ach ja, um unseren großen Fernseher beneideten uns einige. Eine gute durchschnittliche deutsche Einrichtung halt.


Nun ja, was fangen wir jetzt mit unserem Leben an. Verheiratet waren wir schon. Kommen jetzt Kinder, dann Haus bauen….? Oder berufliche Karriere … Selbständigkeit? … Aber wofür?  Um sich noch mehr Materielles anzuschaffen? Das schien uns so endgültig, eintönig und … nö, es war einfach nicht der richtige Weg für uns. Zu schnell wurden wir unserer Jobs überdrüssig. Und Freizeitaktivitäten wie Schützenfest und Fußball waren nichts für uns. Wir brauchten Abwechslung. Durch den vorgefertigen Rahmen in Deutschland fühlten wir uns eingeschränkt. Paragraphendschungel, bürokratische Verpflichtungen, das aufgesetzte Lächeln im Beruf, das Schein und Sein in der Wirtschaft, die Sicherheit im Alter, die Zukunft unserer Kinder mit Superstars und diese permanente Reizüberflutung von allen Seiten - darauf sollen wir unsere Zukunft aufbauen und glücklich werden? Nö! Iss nicht! Kein Bock drauf! Es muss doch noch mehr geben. Echte Herausforderungen! Keine Secondhand-Abenteuer aus dem Discovery-Channel! Keine politischen Selbstfindungs-Ablenkungs-Manöver mehr! Wir sind gegen Volksverdummung! Verkauft Eure Werbung doch woanders hin …. *lach* ... Nein, es ist einfach der Punkt gekommen, an dem uns das alles zuviel wird. Wir können uns hier "momentan" nicht arrangieren. Auch nicht, obwohl wir so liebe Freunde und Familien haben. Lieber möchten wir uns selbst erfahren, das Leben pur genießen und über unsere Grenzen hinauswachsen. Wir sind schon immer gern gereist und wollten die Welt erkunden. Fernweh ist uns ein ständiger Begleiter. Es gibt so viel zu entdecken und die normalen Urlaubsreisen sind einfach immer zu kurz. Man ist gerade auf dem Geschmack gekommen und schon muss man wieder nach Hause. Zu kurz um Land und Leute kennen zu lernen. Um für ein halbes Jahr wegzugehen fehlte uns das Geld. Aber was ist, wenn man das Reisen zu seiner Berufung macht? Irgendwann war der Punkt einfach da: Wir brechen alle Zelte ab und reisen um die ganze Welt und jobben, wenn sich die Gelegenheit bietet. Was danach kommt, wird sich zeigen.


Den Traum zu leben heißt für uns: Elefanten hautnah erleben, andere Kulturen kennen lernen, zu entdecken und zu lernen von anderen Menschen, auf hohe Berge klettern und das Gipfelerlebnis spüren, seltene Pflanzen und Tiere sehen, einen Koalabären beim Fressen beobachten, einen Gorilla sehen, unser Auto aus dem tiefsten Schlamm ziehen und fluchen, diese Reise überhaupt angefangen zu haben, Lagerfeuer in der Wüste, Sonnenaufgänge in den Anden, mystische Rituale bei Indianern, von Eingeborenen schamanistische Heilkunst erlernen, Entwicklungshilfe leisten, medizinische Missionarsarbeit, körperliche Grenzerfahrungen machen, wie lange halten wir es ohne Nahrung aus, wie weit ist es noch bis zum nächsten Wasserloch, wann finden wir endlich Schatten, 1000 Mücken, 3 Tage fasten, meditieren im Morgengrauen, vom Buddhismus lernen, Geräusche des Dschungels, sich an Details erfreuen, Traditionen anderer Völker kennen lernen, Kleintiere und ständige Feuchtigkeit im Auto bekämpfen, über Hängebrücken gehen, mit australischen Kängeruhs hüpfen, kanadische Elche füttern, eine Hochzeit in Indien erleben, einmal auf den Äquator stehen, Gold suchen, einheimischen Bauchtanz lernen (nur Jana ;-)),  exotische Früchte essen, unbekannte Instrumente spielen, selbstlos unsere Hilfe anbieten - wann immer sie gebraucht wird, Dankbarkeit erfahren, Glück von einfachen Menschen, sich für andere Menschen oder für deren Recht einsetzen, Freude teilen, selbst entscheiden, wann wir aufstehen ....die Welt ist für alle da.


Natürlich ist uns klar, dass wir nicht nur Positives erleben werden. Wir müssen uns auch harten Zeiten gegenüberstellen. Leid, Krankheiten, Kampf ums Überleben anderer Menschen und die Ohnmacht nichts tun zu können. Auch werden wir nicht immer Menschen treffen, die unser Bestes wollen. Gier, Macht, Hass, Fanatismus gibt es überall auf der Welt. Wie werden wir mit solchen Momenten umgehen? Auch das sind Erfahrungen, denen wir nicht entgehen können. Wir vertrauen auf unseren Instinkt, der uns auf die richtigen Wege lenkt und hoffen auf unsere Intuition, das Beste in solch dramatischen Situationen zu tun. Wichtig sind uns Respekt, Offenheit und Verständnis für das Leben eines Einzelnen und ganzer Kulturen, egal ob Mensch oder Tier. Wenn wir uns auf das jeweilige Land, die Kulturen und die Menschen einlassen, sind wir sicher, den richtigen Weg zu finden. Es wird sich dann zeigen, ob schwer oder leicht und wohin er uns führt und welche Erfahrungen wir letztendlich machen.


Unser Leben soll ein Abenteuer sein, UNSER ABENTEUER.  

Abschließend sei gesagt, dass es sich bei dem gerade Gelesenem um unsere freie Meinung handelt. Sicher haben andere Menschen andere Ansichten über dies und jenes und haben völlig andere Werte in ihrem Leben. Und Meinungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Natürlich wissen und respektieren wir das. Jeder geht den Weg, den er für den besten hält. Und jedem gebührt Respekt, der "seinen Weg geht", ob auf diese oder jene Weise. Wir haben uns nun für dieses Abenteuer entschlossen. Oft werden wir gefragt, ob wir keine Angst haben. Dann sagen wir immer: "Es gehört genauso viel Mut dazu hierzu bleiben" ...... Oder?!

Im Juni 2004 haben wir alle Zelte abgebrochen und sind zu unserer ersten großen Reise aufgebrochen.