Traumreise  
REISETAGEBUCH/FOTOS/DER TRAUM///KONTAKT  

  Die Top 10 Fragen
Stephan
Jana
Luna

 

LUNA


Hallo, ich bin Luna, wie der Mond auf Spanisch. Ich spiele ungeheuerlich gern. Am liebsten mit anderen Hunden. Dann tobe und renne ich, was das Zeug hält. Auch bin ich gern am See oder noch lieber am Meer: ich buddel im Sand tiefe Löcher und springe gern ins Wasser. Ach ja, und um Stöckchen kämpfen, tue ich auch gern. Am liebsten hau ich mit den Stöckchen ab und meine Herrchen müssen mich dann fangen. Am liebsten spiele ich mit Palmenwedel. Die kann man so richtig schön zerflettern. Wenn andere Menschen was zu futtern haben, bin ich natürlich gern immer dabei. Versteh gar nicht, warum meine Herrchen das nicht so gut finden! Ich bin sehr schlau und lern ganz schnell, weshalb ich auch immer ganz viele Streicheleinheiten von meinen Herrchen bekomme.

Luna, unsere Hündin, geboren am 22. April 2006 ist unser neues Familienmitglied. Sie hat unsere Herzen im Sturm erobert.

Stephan hat sich schon immer einen Hund gewünscht. Ich war dagegen. Hunde stinken! Hunde engen ein! Aber wenn jemand dir die ganze Zeit jemand zeigt, wie wunderbar Hunde sind, was sie ja nun auch sind, dann kann man nicht anders. Sie sind lieb, sie sind treu, sie lieben dich völlig bedingungslos, egal wie du aussiehst oder dich benimmst. Wir haben uns sozusagen jahrelang unbewusst auf einen Hund eingestimmt. „Ja, wenn einen Hund, dann so einen und er müsste so und so sein….“ So haben wir es uns ausgemalt. Und wie das mit den Wünschen so ist, wenn man nicht weiter über sie nachdenkt: Sie gehen in Erfüllung!

Ich wusste von meiner Arbeitskollegin von einigen Hundebabies, für die sie durch ihren Hund mitverantwortlich war. Im April kamen sie zur Welt. Ich sah ein Foto: die Mutter blond, die Jungen blond außer eines, das war pechschwarz. Ohne darüber nachzudenken, sagte ich, „Ganz klar, wenn dann nehmen wir das Schwarze.“ Ja, aber leider war es schon versprochen. Nicht so schlimm, so eilig hatten wir es ja nicht. Zwischendurch erkundigte ich mich, wie es denn den Kleinen ginge, machte mir aber keine Gedanken weiter darum.

Nun ergab es sich Mitte Juli diesen Jahres, wir steckten in der Endphase unseres neuen Projektes „Bus umbauen, Wohnung kündigen, im Bus einziehen und Tschüß Deutschland“, was natürlich wieder reichlich Aufregung mit sich brachte, ja nun, dass der Hund plötzlich doch zur Verfügung stand. … Äh, wie jetzt? … (Anmerkung der Schreiberin: schreibe den Text gerade in Spanien, draußen vor unserem Bus sitzt gerade ein netter durchgeknallter Rocker und singt spanische Lieder. Also falls Euch der Text irgendwie spanisch vorkommen sollte, liegt es einzig und allein daran, dass meine Konzentration den spanischen Melodien draußen folgt, … mein Gott, der läuft ja zu Höchstform auf. Wunderbar! … zurück zur Geschichte).

Wir fragten uns, JETZT EINEN HUND?  Wir waren doch etwas im Stress und überhaupt wir wollen doch reisen?! Klar wollten wir einen Hund, also überlegten wir hin und her. Kann man einen Hund ins Ausland mitnehmen, auch auf Fernreisen. Zum Glück gibt’s ja Internet. Und, überhaupt kein Problem! Man braucht sich nur um den nötigen Impfschutz und Papiere kümmern. Das eigentliche, um das wir uns Gedanken machten, war, dass wir eine enorme Verantwortung auf uns nahmen. Wir mussten uns immer um das Tier kümmern. Und diese Vorstellung in ihrem ganzen Ausmaß schreckte uns zuerst ab. Aber das Gefühl in uns sagte etwas anderes. Wir wollten diesen Hund. Der Verstand sagte nein, aber alles in uns, sagte JAAA! Irgendwie werden wir schon alles hinkriegen. Keine Gedanken um die Zukunft machen. Zum gegebenen Zeitpunkt wird für alles gesorgt sein. Auch etwas, was wir aus unseren Reisen gelernt hatten.

Zuerst statteten wir Luna einen Besuch ab. Verliebten uns aber gleich in sie. 2 Tage später war es soweit und wir holten sie ab. War das eine Aufregung! Wir hatten ja überhaupt keine Ahnung was und wie wir das nun mit dem Hund anstellen sollten! Aber Luna nahm uns jede Angst. Sie war einfach hinreißend von Anfang an. Was sie uns alles zeigte, wie sie die Welt für sich entdeckte und einfach Spaß an ihrer Umgebung hatte! Jeden Tag gab es etwas Neues zum Lachen. Und statt mehr Stress brachte Luna mehr Ruhe in unser Leben. Nun mussten wir uns Zeit für Spaziergänge nehmen. Das tat uns gut, brauchten wir sie doch eben so.

Mittlerweile hat uns Luna eine Menge gelehrt. Neben bedingungsloser Liebe zeigt sie uns jeden Tag wie es ist, einfach in den Tag zu leben. Sie macht sich nichts aus Besitz. Ihr Spielzeug ist ihr egal, an der nächsten Ecke findet sie Neues. Sie geht einfach auf jeden Hund zu. Und so kommen wir natürlich immer mit den Herrchen ins Gespräch. Luna hat uns gezeigt, wie schön es sein kann, wenn man für jemanden Verantwortung übernimmt. Luna liebt uns jeden Tag gleich stark. Sie erfreut uns jeden Tag mit anderen Dingen. Und das man soviel Liebe zu einem Tier empfinden kann, war besonders mir vorher nicht klar. Wir möchten Luna nicht mehr missen. Luna ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden.