Traumreise  
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  2013 Indonesien
2008-2009 Spanien
2006-2007 Westeuropa-Marokko
2004-2005 Indien
2004  Russland - Kasachstan

 

Weiter am französischen Mittelmeer




Nachdem wir Anja verabschiedet haben, fahren wir weiter an der Cote d’Azur. An Parkplätzen sehen wir immer Höhenbegrenzungen oder Camping-Verboten-Schilder. Da die Saison aber vorbei ist, die Campingplätze langsam zumachen und es auch nicht mehr so voll ist, wird es toleriert. Je weiter wir uns von Nizza und der teuren Gegend entfernen, um so schönere Plätze finden wir direkt am Meer. Nachdem wir St. Tropez hinter uns gelassen haben, kommen wir an einem riesigen Parkplatz vorbei auf dem mindestens 50 Camper stehen (nahe dem Ort Cavalaire sur Mer). Es sieht aber nicht nach einem Campingplatz aus. Klar, dass wir darauf fahren. Wir werden gleich begrüßt von den „Einheimischen“ und über alles informiert. Ja, hier wird das campen geduldet. Eine Dusche und eine Toilette gibt’s gleich hier am Strand und die Dechetterie ist gleich um die Ecke. Super! Hier bleiben wir natürlich. Das ist ja genau das, was wir gesucht haben. Wir sehen noch ein paar skurrile Fahrzeuge. Ein paar jugendliche Franzosen bauen ihre Autos hier aus. Wir wählen unseren Standplatz gleich daneben und erkunden erstmal den Strand. Toll, es sind grad 30 m zum Strand. Beim Blick aus dem Fenster sehen wir auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die Berge. Toll! Für Luna ist es ein Hundeparadies. Die Franzosen, die ihre Autos ausbauen, haben wohl jeder 2 Hunde. So laufen hier immer mindestens 10 Hunde rum. Wir lassen Luna frei laufen. Sie tobt mit den Hunden, und auch mit uns am Strand fühlt sie sich wohl. Da buddelt sie oder springt ins Meer.

Wir bleiben 10 Tage hier. Morgens essen wir gemütlich Frühstück und meistens ergibt sich dann, dass wir ein bisschen an uns selbst arbeiten. Unsere Reise ist ja auch eine Reise zu uns selbst und so reden wir über alles was uns querschlägt. Wenn man Zeit für sich hat, kommt so einiges hoch und man gewinnt Erkenntnisse über sich. Dabei arbeiten wir mit Releasing, eine Methode, die wir in Indien gelernt haben, Dianetik, was wir uns selbst beigebracht haben und lassen außerdem einige Methoden reinfließen, die wir aus Büchern haben (u.a. Familienaufstellungen). Manchmal reden wir auch einfach nur stundenlang. Es ist, als würden wir in uns aufräumen. Dabei gewinnen wir jeden Tag Neues über uns und was wir vom Leben erwarten und in welche Richtung unsere Zukunft wohl gehen wird. Es ist schön, mal wieder so viel Zeit für sich zu haben.

Nach unserem morgendlichen „Meeting“ wird am Bus gewerkelt. Es gibt noch einiges zu tun.

Zuerst mach ich die Dusche fertig, und Stephan macht sich ans verfugen. Ich bin voll stolz. Die Dusche ist ein richtiges Kunstwerk geworden. Wir tapezieren und die Decke wird ausgebessert. Und dann geht’s natürlich ab zum Strand, Sonne tanken und mit unserer Luna spielen. Ab und zu mal ein Schwätzchen mit den Nachbarn. Und abends geht Stephan mit seinem Metalldetektor los. Insgesamt findet er hier knapp 50 Euro. Es ist natürlich voll stolz.

Ja, es geht uns sehr gut hier. Wir sind an einem schönen Ort, haben nette Gesellschaft und unser Zuhause immer dabei und wir haben natürlich uns.

Die Nächte werden langsam kühler und nachdem ein Rundschreiben bei uns reinfliegt, dass der Platz bis Montag geräumt sein soll, machen wir uns weiter auf den Weg gen Spanien. Wir kommen meistens nicht sehr weit, weil schon wieder ein schöner Strand auf uns wartet. Wir nutzen alles aus. Eigentlich ist Portugal unser Ziel, aber wenn’s hier schön ist, warum etwas hinterher jagen und dabei die Hälfte versäumen. Der Weg ist das Ziel. Diese Erfahrung haben wir ja mit dem Toyota schon gemacht. Günstige Gelegenheiten muss man ausnutzen. Außerdem haben wir gehört, dass die spanische Küste total zugebaut sein soll. Das schreckt uns zwar etwas ab, aber wir werden uns dann selbst überzeugen. Am 16.10. passieren wir die spanische Grenze.